Pasi Lahtinen

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Oft hören wir Leute sagen, dass früher alles besser war. Finnland hat früher als Land im Sport besser abgeschnitten, im Winter gab es viel mehr Schnee und so weiter. Manche empfinden es sogar als Angriff, dass die Welt heute ganz anders erscheint als noch vor einigen Jahrzehnten.

Außerdem haben sich die Bedingungen in der Welt der Forschung massiv verändert. Die rasante technologische Entwicklung hat neue Möglichkeiten der Datenerfassung und -analyse eröffnet.

Die Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO) und andere Gesetze und Verordnungen haben ebenfalls zu Veränderungen in der Durchführungsweise von Forschung geführt. Ich hatte die Gelegenheit, diese Transformation der Forschungswelt von der ersten Reihe aus zu beobachten. Im Frühjahr 2019 hatte ich mein 12-jähriges Dienstjubiläum bei Innolink, einem Unternehmen, das heute 40 der 100 größten finnischen Unternehmen mit seinen wissensbasierten Führungsdienstleistungen versorgt.

Ein perfektes Beispiel für die grundlegenden Veränderungen in der Forschungswelt ist meiner Meinung nach die immer kompaktere Natur verschiedener Formulare. Vor etwa zehn Jahren wurden alle Fragen in einem Formular mit umfangreichen Indikatoren untersucht, und selbst die geringfügigsten Details wurden in die Formulare aufgenommen, wenn sie interessant erschienen. Telefoninterviews mit Entscheidungsträgern konnten leicht bis zu 15 Minuten der Zeit des Befragten in Anspruch nehmen.

Wenn ich heute Innolink-Formulare untersuche, stelle ich fest, dass sie in vielerlei Hinsicht „kondensiert“ sind, und die Dauer der Telefoninterviews nähert sich dem Fünf-Minuten-Fenster. Die Fragen auf den Formularen wiederum liefern Inputdaten für die wichtigsten KPI-Indikatoren der Organisationen, die direkt mit intelligenter wissensbasierter Führung oder auch z.B. mit Modellen der leistungsabhängigen Vergütung verknüpft werden können. Mit anderen Worten, die Forschungswelt hat sich von einem Informationsüberfluss und einer überwältigenden Flut von Forschungsdaten zu einer Situation verändert, in der weniger mehr ist.

Aus der Sicht eines Umfragefachmanns muss ich sagen, dass die Planung und Durchführung einer guten und informativen Studie keineswegs einfacher geworden sind. Diese Aufgabe erfordert derzeit noch mehr Expertise und einen umfassenderen Beratungsansatz als je zuvor. Die Arbeit lohnt sich allerdings. Das Feedback von Innolink hat bestätigt, dass das neue Indikatorensystem eine Entwicklung in die richtige Richtung darstellt. Unsere Kunden sind sehr davon überzeugt, dass sowohl die wissensbasierte Führung als auch die Nutzung von Forschungsdaten produktiver geworden sind, nachdem wir uns an der Forschungsschnittstelle auf die richtigen Dinge konzentrieren – und das mit der richtigen Intensität.

In Aleksis Kivis berühmtem Stück Heideschuster erinnert der Schuster Topias seinen Sohn Esko treffend an die sich verändernde Welt. Um Topias zu zitieren und den Originaltext von Kivi leicht anzupassen, könnte man sagen: „Jawohl, so ändert sich die Forschungswelt, lieber Esko, aber glaub mir, wenn ich sage, dass es zum Besseren wendet!“

 

Pasi Lahtinen
Forschungsdirektor
Innolink Forschungsdienstleistungen

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